Die Blauschäferei Reetz

Fragt man die Künstlerin Bertamaria Reetz nach ihrem Vorbild, so nennt sie spontan Käthe Kollwitz. Die große Grafikerin, Malerin und Bildhauerin, die 1945 starb, nahm in ihren Werken stets Stellung gegen Krieg, Hunger, Ungleichbehandlung und für gesellschaftliche Probleme ihrer Zeit.

 

Zeitgenössische Kunst und soziales Engagement bestimmen auch das Leben der Kunstschaffenden Bertamaria Reetz. 

 

In den Jahren 2006-2009 werden weiße Hühnerdamen in Kitas, Schulen, Vereinen, sozialen Einrichtungen, aber auch in Kommunen, durch Privatleute, Prominente oder Künstler individuell bemalt. Die "Jecken Hühner" werden zum Symbol für soziales Engagement im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe - etwa, wenn die Figur nach einer Bemal-Aktion versteigert wird und der Versteigerungserlös sozialen oder schulischen Zwecken zukommt.

 

Um für ein friedliches Miteinander und Toleranz jenseits aller religiöser und kultureller Unterschiede zu werben, suchte Reetz ein sympathisches Symbol. Zusammen mit dem Künstlerkollegen Rainer Bonk entstand im Jahre 2009 die Idee der "Blauen Friedensherde", deren leuchtende Farbe an Arbeiten von Ives Klein erinnert. 

 

 


Reetz Blauschäferei (The Bluesheepfarm GmbH) und ihr Atelier liegen auf dem Gelände des Klosters Knechtsteden zwischen Köln und Düsseldorf. Von hier aus gehen die blauen Schafe in alle Welt. 

 

Hergestellt werden die blauen Schafe in den Kölner Werkstätten in Köln-Poll. Im Bereich der Schreinerei arbeiten 20 Menschen mit geistiger Behinderung. Im Vordergrund steht die gezielte Förderung, um diese Menschen in Richtung erster Arbeitsmarkt zu begleiten. Hier bekommen die Schafe der Friedensherde ihre typisch blaue Lackierung. 

 

Wenn Ihnen also in Zukunft mitten in der Stadt oder auf einer Wiese ganz unvermittelt ein blaues Schaf oder eine ganze Herde begegnet, dann wissen Sie jetzt:

 

Es geht um Kunst, um Soziales und um Toleranz.