
Bertamaria Reetz
„Kunst kann Brücken bauen, wo Worte nicht ausreichen.“
Bertamaria Reetz ist eine deutsche Künstlerin, die mit der Blauen Friedensherde ein Zeichen für Gemeinschaft, Vielfalt und Würde setzt.
Ihr Werk verbindet Kunst und gesellschaftlichen Dialog. Die blauen Schafe stehen für die friedliche Gemeinschaft aller Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Beeinträchtigung .
"Alle sind gleich - jeder ist wichtig".
Biografie
Bertamaria Reetz ist eine deutsche Künstlerin mit Schwerpunkt Malerei sowie einem unverwechselbaren Zugang zu sozialen Themen. Ihr Werk entsteht aus der Überzeugung heraus, dass Kunst nicht nur im Museum existiert – sondern mitten im Leben wirken muss.
Nach ihrem Studium der Malerei an der Akademie Düsseldorf entwickelte sich in ihr eine Aktionsform, die immer stärker in den öffentlichen Raum drängte. Städte, Plätze, Krankenhäuser, Schulen – überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen, schafft sie kreativ-soziale Begegnungsräume.
Die Blaue Friedensherde kennt jeder: Die handgefärbten Blauschafe wurden bereits europaweit in über 200 Städten aufgestellt und bewegten über eine Million Besucher:innen.
Ausstellung: Momente, Menschen & Begegnungen
Ihr Werk: Die Sprache der Dinge
Das blaue Schaf steht nicht zufällig für das Gemeinsame der Individuen, die Zugehörigkeit jenseits aller Unterschiede. Alle Menschen sind gleich - egal wie sehr sie sich auf den ersten Blick unterscheiden. Diese Botschaft trägt Bertamaria Reetz seit 2009 durch die Welt.
Die blauen Schafe werden in den Sozial-Betrieben Köln (SBK) von Menschen mit Beeinträchtigung handgefärbt. Das Werk ist so nicht nur ästhetisches Statement, sondern auch soziale, kreative Praxis – ein kreislauffähiges Modell von Kunst, Arbeit und Würde.
Jedes Schaf ist ein Unikat mit Botschaft "Alle sind gleich - jeder ist wichtig".
Einblicke in Werk & Ausstellungen
Kunst als sozialer Akt
Für Bertamaria Reetz ist Kunst kein Selbstzweck. Sie versteht ihr Schaffen als Einladung – zur Begegnung, zum Gespräch, zur Reflexion über das eigene Verhältnis zu Anderssein und Zugehörigkeit.
Die Blaue Herde ist in diesem Sinne eine wandernde Installation, die keine feste Heimat braucht. Sie kommt dorthin, wo Menschen sind. Auf Marktplätze, in Kliniken, Schulen und Kirchen, in Universitäten, Museen, an Strände und in die Berge. Und sie geht wieder. Was bleibt, sind die Gespräche. Und meist das ein oder andere Schaf im Stadtbild.
Das Werk funktioniert, wenn wir friedlich Menschen vor Ort erreichen – nicht wenn es im Museum hängt.